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Wegbeschreibung
Geschichte der Markuskirche in Gustorf
Der Bau der Markuskirche ist letztlich der innerdeutschen Migration geschuldet. Denn nach Kriegsende kamen viele evangelische Heimatvertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten nach Grevenbroich, und damit auch nach Gustorf-Gindorf. Später bedingte das Zechen- und Stahlhüttensterben im Ruhrgebiet einen Zuzug evangelischer Arbeitskräfte nach Grevenbroich und die Mitgliederzahl der Diasporagemeinde stieg stark an.
Die Kirche wurde als eine von insgesamt 48 Notkirchen in Deutschland nach Plänen des berühmten Architekten der sozialen Moderne, Otto Bartning, erbaut und aus Mitteln des Notkirchenprogramms finanziert, mit dem der durch Kriegszerstörungen bedingte Mangel an Gotteshäusern behoben wurde. Sie galt daher als Notkirche und wurde auch als ev. Diaspora-Kapelle Gustorf-Gindorf bezeichnet. Die Bauzeit betrug bloß 1-3 Wochen und kostete nur 4.800 DM.
Am 23.12.1951 wurde die Markuskirche feierlich eingeweiht. 1997 wurde die Kirche umgebaut und der Innenraum um 90 Grad gedreht. Das Taufbecken ist eine Schenkung der katholischen Pfarre Gustorf aus dem Jahr 2001. Viele haben dort Dienst getan, angefangen bei Pfarrer Rudolf Hundt über Pfarrer Hartmut Buckert, Pfarrer Karl Steller, Pfarrer Hans Lücke, Pfarrer Dr. Ben Khumalo, Pfarrerin Petra Reitz, Pfarrerin z.a. Dagmar Hörnchen-Schmitt, Pfarrerin Heike Wolf bis hin zu Pfarrer Michael Diezun. Zuletzt fanden in der Markuskirche neben dem monatlichen Taizé-Gebet Kindergottesdienste statt und eine afrikanische Gemeinde feierte dort ihre Gottesdienste. So fand die Nutzung des Kirchenraumes durch Zugewanderte bis in die Aktualität ihre Fortsetzung. Dank der Jugendarbeit von Sabine Koch im Martin-Luther-King-Haus (JUZE) und des unermüdlichen Einsatzes ehemaliger und aktueller Presbyterinnen und Presbyter sowie anderer Ehrenamtler ist die Kirche mit Leben gefüllt und in Stand gehalten.