Johanneskirche

Tel.: 02181 61253
Wegbeschreibung

Das älteste eigene Kirchengebäude der Gemeinde Grevenbroich ist die 1930 zunächst als Holzkapelle errichtete heutige Johanneskirche in Neurath.

Durch den Zuzug aus dem mitteldeutschen Braunkohlerevier hatte sich in den Dörfern Neurath und Frimmersdorf eine rege evangelische Gemeinde von 220 Kirchengliedern entwickelt. Ihr Kirchbau wurde unterstützt durch die ehemaligen Braunkohlenwerke ‚Gewerkschaft Neurath’ und ‚Prinzessin Viktoria’.

Nach 1945 setzte ein starker Zustrom von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen aus den ehemals deutschen Ostgebieten und aus Mitteldeutschland ein. 1953/54 wurde die Holzkapelle durch Massivmauerwerk erneuert und durch zwei Seitenflügel von 66 auf 160 Sitzplätze erweitert. Die Einweihung erfolgte am 27. Juni 1954. Der hölzerne Turmbau mit einer Glocke wurde 1963 durch einen größeren, in massiver Bauweise neu errichteten Kirchturm ersetzt, der dann im Jahre 1964 zwei weitere Bronze-Glocken erhielt: – dis-Glocke “Alle Zungen sollen bekennen, dass Christus der Herr sei“ (Phil 2,11) – fis-Glocke “Singet fröhlich Gott, der unsere Stärke ist“ (Ps 81,2) 1986 wurde die Johanneskirche um ein Gemeindezentrum erweitert. Anfang 1996 wurde unter Leitung von Architekt Horst Beerscht (Münchrath) und mit Unterstützung durch Baukirchmeister Friedhelm Mahlke das Innere der Kirche neu gestaltet. Die neue Altarbibel wurde vom damaligen Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, gestiftet. In der Zwischenzeit erneuert und dem Altar angepasst wurde die Kanzel, die als Ambo (= Lesepult) gestaltet ist, und das Taufbecken, dessen Schale ein Geschenk der Lukaskirche aus Orken ist. Die Johanneskirche in Neurath beherbergt auch Grevenbroichs ältestes Abendmahlsgeschirr. Im 2007 eingerichteten „Raum der Stille“ im Gemeindezentrum an der Johanneskirche in Neurath haben Sie die Möglichkeit, sich im „Gebet der Stille“ zu üben. In unserer hektischen Zeit, die uns vorwiegend nach außen ruft, sehnen sich viele Menschen danach zur Ruhe zu kommen, die eigene Mitte zu finden und GOTT ganz neu zu erfahren.