Konfi-Kunstwoche 2026

  • 20.10.2026

Identität mit Ton und Tönen

In den Herbstferien wurde zum zweiten Mal eine Kunstwoche für die Konfis der ev. Paul-Schneider-Gemeinde angeboten. Die Jugendlichen waren eingeladen, mit Ton, Erde und Lehm zu experimentieren und die Vielfalt an unterschiedlichen Farben, Konsistenzen und Formmöglichkeiten zu erkunden. Wie fühlt sich sehr feuchter Lehm an? „Matschig! Und es braucht Überwindung, seine Hände da in diese Pampe zu stecken!“ meinten die Mädels. Wie kann man trockenen, harten Ton bearbeiten? „Das Zeug kriegen wir nie wieder weich“ befürchteten die Jungs. Aber, oh Wunder! mit der richtigen Aufbereitung kann auch dieser vertrocknete Tonklumpen wieder weich, elastisch und formbar werden. Welche Formen können diese natürlichen Materialien annehmen? Diesen Fragen wurde im Rahmen des Projektes >Spurensuche-Erde in Bewegung< das im Rahmen des Landesprogrammes „Jedem Kind seine Kunst“ unter der Leitung von Tina Lorentz stattfand, nachgegangen. Dazu gab es auch eine Exkursion zur Sobernheimer Lehmgrube, wo der natürlich anstehende Lehm besichtigt und befühlt werden konnte. Was für sichtbare Spuren entdeckt man da ? (Pfotenabdrücke von Fuchs und Dachs) und welche können wir im Ton machen? Welche Spuren wollen wir überhaupt in der Welt hinerlassen? Mit Landart aus bunten Blättern, gefallenen Äpfeln und anderen Naturmaterialien als Beispiel.

Thematisch haben sich unsere Konfirmand*innen dabei aber auch mit dem eigenen Ich auseinandergesetzt. Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Was fühle ich? Im Laufe der Woche hat sich dabei herauskristallisiert, dass die eigene Identität durchaus Ähnlichkeiten mit dem Ton hat. Es gibt so viele verschiedene Formen, die sich immer wieder verändern können, so wie man sich selbst eben auch immer wieder verändert, neu formt und geformt wird.

Und um sich mit eigenen Tönen auszudrücken, gab es auch einen Sing-Workshop mit Gerd-Peter Münden, der die sonst eher schüchterne Konfi-Schar in kurzer Zeit zu einem Vierstimmigen Chor animieren konnte.

Die Konfis hatten ihren Spaß und das Team gleich mit. Und dank des köstlichen Mittagessens, das täglich im Gemeindehaus frisch zubereitet wurde, hatten alle auch den ganzen Tag genügend Energie und Kraft in dieser Woche.

Acelya Winekenstädde und Katrin Helm-de Wyl

Mit den Jugendlichen in der Lehmgrube von Bad Sobernheim
  • Acelya Winekenstädde
  • Red