Wir haben für den Sonntag zwei Impulse - das hatten wir bisher noch nicht. Das erste von Kerstin Cass, darüber werden sich alle bilingualen Menschen freuen. Von Monika Ruge ein Impuls zu Palmsonntag

 

Great is thy Faithfullness

Heute möchte ich gerne mein liebstes englisches Kirchenlied „Great is thy Faithfulness“ mit euch teilen. Es geht um unser Vertrauen auf Gottes Fürsorge. Ich habe dieses YouTube Video in den letzten 10 Jahren unzählige Male angeschaut und besonders der alte Herr am Ende treibt mir immer noch Tränen in die Augen. Ich liebe die Begeisterung und Überzeugung mit der die Menschen singen. Es erfüllt jedes Mal wieder mein Herz mit Freude und Zuversicht.


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Presbyterin Kerstin Cass

 

Angekommen?

„Eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.“ (Mt 21,8)

Dieser Vers aus dem Matthäusevangelium ist Teil der Lesung vom Palmsonntag. Vom Kirchenjahr her betrachtet ist dieser Sonntag die Schwelle in die Karwoche.

Auch wenn der Einzug Jesu in Jerusalem historisch betrachtet so nicht stattgefunden hat, finden wir hier den Weg Jesu und seine Bedeutung sehr verdichtet beschrieben. Jesus zieht auf einem Eselsjungen ein: schon im Außen ist das alles andere als ein herrschaftlich-imponierender Auftritt. Ein seltsamer König kommt da geritten. Der Esel ist ein Lasttier, den Menschen zu Diensten. Und wenn es ein junger Esel ist, auf dem noch niemand geritten ist, dann heißt das: Was jetzt kommt, ist einmalig.

Sie feiern den Einzug eines Königs, die Palmzweige in ihren Händen symbolisieren den Sieg. Sie hoffen, dass Jesus nun den langersehnten Machtwechsel herbeiführen wird. Aber am Ende seines Weges wird mit der Entmachtung des Todes ein ganz anderer Sieg stehen. Doch das ahnen die Jubelnden zu diesem Zeitpunkt nicht. Das Wunschbild der Menge und die Wirklichkeit Jesu – es könnte kaum weiter voneinander entfernt sein.

Jesu Einzug in Jerusalem ist der Anfang vom Ende. Die Menge, die ihn jetzt noch jubelnd willkommen heißt, wird nur wenige Tage später seinen Tod wollen.

Ein König auf einem Esel. Nicht hoch zu Ross, sondern auf Augenhöhe. Und jetzt sind wir es, denen er begegnen will. „Jetzt“ heißt: inmitten einer Welt voll großer Unruhe, inmitten einer Zeit, in der wir uns gerade von Tag zu Tag vortasten, inmitten von allem, was uns gerade selber besorgt oder ängstigt. Wenn wir in diese neue Woche hineingehen, dann wissen wir schon, dass sein Ende ein neuer Anfang werden wird. Gehen wir ihm entgegen, heißen wir ihn willkommen. Denn „siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“ (Sach 9,9b) Jesus kennt den Weg, lassen wir ihn ankommen.

Pfarrerin Monika Ruge

 

 

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