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Vorspiel

85       O Haupt voll Blut und Wunden

1. O Haupt voll Blut und Wunden,
voll Schmerz und voller Hohn,
o Haupt, zum Spott gebunden
mit einer Dornenkron,
o Haupt, sonst schön gezieret
mit höchster Ehr und Zier,
jetzt aber hoch schimpfieret:
gegrüßet seist du mir!

2. Du edles Angesichte,
davor sonst schrickt und scheut
das große Weltgewichte:
wie bist du so bespeit,
wie bist du so erbleichet!
Wer hat dein Augenlicht,
dem sonst kein Licht nicht gleichet,
so schändlich zugericht’?

3. Die Farbe deiner Wangen,
der roten Lippen Pracht
ist hin und ganz vergangen;
des blassen Todes Macht
hat alles hingenommen,
hat alles hingerafft,
und daher bist du kommen
von deines Leibes Kraft.

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

           „Amen!“

„Unser Anfang und unsere Hilfe steht im Namen des Herrn“

           „der Himmel und Erde gemacht hat!“

„Der Herr sei mit euch!“

           „Und mit deinem Geist!“

Psalm 102

Herr, höre mein Gebet
und lass mein Schreien zu dir kommen!

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not,
neige deine Ohren zu mir;
wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!

Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch,
und meine Gebeine sind verbrannt wie von Feuer.

Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras,
dass ich vergesse, mein Brot zu essen.

Mein Gebein klebt an meiner Haut
vor Heulen und Seufzen.

Ich bin wie eine Eule in der Wüste,
wie ein Käuzchen in zerstörten Städten.

Ich wache und klage
wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.

Täglich schmähen mich meine Feinde,
und die mich verspotten, fluchen mit meinem Namen.

Denn ich esse Asche wie Brot
und mische meinen Trank mit Tränen
vor deinem Drohen und Zorn,
weil du mich hochgehoben und zu Boden geworfen hast.

Meine Tage sind dahin wie ein Schatten,
und ich verdorre wie Gras.

Du aber, Herr, bleibst ewiglich
und dein Name für und für.

Jesaja 52.13-15

13 Sieh, mein Diener wird Erfolg haben, er wird emporsteigen,
wird hoch erhoben und sehr erhaben sein.
14 Wie sich viele über dich entsetzt haben - so entstellt,
nicht mehr menschlich war sein Aussehen,
und seine Gestalt war nicht wie die eines Menschen -,
15 so wird er viele Nationen besprengen,
und Könige werden ihren Mund vor ihm verschließen.
Denn was ihnen nie erzählt wurde, werden sie gesehen haben,
und was sie nie hörten, werden sie verstanden haben.

Jesus, remember me when you come in-to your kingdom.
Jesus, remember me when you come in-to your kingdom.                                                   [Lk 23.42)

Markus 15.1-20

1 Gleich bei Tagesanbruch, nachdem der gesamte Hohe Rat – die führenden Priester mit den Ältesten und den Schriftgelehrten – über das weitere Vorgehen beraten hatten, ließen sie Jesus fesseln und abführen und übergaben ihn Pilatus.

2 Pilatus fragte ihn: »Bist du der König der Juden?« – »Du selbst sprichst es aus«, erwiderte Jesus.

3 Die führenden Priester brachten nun viele Beschuldigungen gegen ihn vor.

4 Da wandte sich Pilatus noch einmal an ihn. »Hast du darauf nichts zu sagen?«, fragte er. »Siehst du nicht, was sie dir alles vorwerfen?« 5 Doch zu seinem Erstaunen gab Jesus keine Antwort mehr.
6 Nun war es so, dass Pilatus an jedem Passafest einen Gefangenen freiließ, den die Juden selbst bestimmen durften.
7 Damals saß ein gewisser Barabbas zusammen mit einigen anderen Aufrührern im Gefängnis; sie hatten bei einem Aufstand einen Mord begangen.
8 Als jetzt eine große Menschenmenge zu Pilatus hinaufzog und ihn bat, wie üblich jemand zu begnadigen, 9 fragte er sie: »Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freigebe?« 10 Denn es war ihm klar geworden, dass die führenden Priester Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatten.

11 Doch die führenden Priester wiegelten das Volk dazu auf, stattdessen die Freilassung des Barabbas zu fordern.

12 Da wandte sich Pilatus von neuem an die Menge. »Und was soll ich mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt?«, wollte er wissen.

13 »Lass ihn kreuzigen!«, schrien sie zurück.

14 »Was für ein Verbrechen hat er denn begangen?«, fragte Pilatus. Doch sie schrien nur noch lauter: »Lass ihn kreuzigen!«

15 Pilatus wollte die Menge zufrieden stellen. Darum gab er ihnen Barabbas frei; Jesus hingegen ließ er auspeitschen und übergab ihn ´den Soldaten` zur Kreuzigung. 16 Die Soldaten führten Jesus in den Palast, in das so genannte Prätorium, und riefen die ganze Mannschaft zusammen.

17 Sie hängten ihm ein purpurfarbenes Gewand um, flochten eine Krone aus Dornenzweigen und setzten sie ihm auf. 18 Dann riefen sie ihm zu: »Es lebe der König der Juden!« 19 Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf, spuckten ihn an und warfen sich vor ihm auf die Knie, um ihm zu huldigen.

20 Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, zogen sie ihm das purpurfarbene Gewand aus und legten ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie ihn ´zur Stadt` hinaus, um ihn zu kreuzigen.

Jesus, remember me when you come in-to your kingdom.
Jesus, remember me when you come in-to your kingdom.

Markus 15.21-41

21 Unterwegs begegnete ihnen ein Mann, der gerade vom Feld kam, ein gewisser Simon aus Zyrene, der Vater von Alexander und Rufus. Den zwangen die Soldaten, Jesus das Kreuz zu tragen. 22 So brachten sie Jesus bis zu der Stelle, die Golgata heißt. (Golgata bedeutet »Schädelstätte«.)

23 Dort wollte man ihm Wein zu trinken geben, der mit Myrrhe vermischt war; doch er nahm ihn nicht. 24 Dann kreuzigten die Soldaten Jesus. Seine Kleider verteilten sie unter sich; sie losten aus, was jeder bekommen sollte. 25 Es war neun Uhr morgens, als man ihn kreuzigte.

26 Eine am Kreuz angebrachte Aufschrift gab den Grund für seine Verurteilung an; sie lautete: »Der König der Juden.« 27 Zusammen mit Jesus kreuzigte man zwei Verbrecher, einen rechts und einen links von ihm.

29 Die Leute, die vorübergingen, schüttelten den Kopf und riefen höhnisch: »Ha! Du wolltest doch den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen! 30 Hilf dir selbst und steig herab vom Kreuz!«

31 Ebenso machten sich die führenden Priester und die Schriftgelehrten über ihn lustig. »Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen«, sagten sie spöttisch einer zum anderen. 32 »Der Messias ´will er sein`, der König von Israel! Soll er doch jetzt vom Kreuz herabsteigen! Wenn wir das sehen, werden wir an ihn glauben.« Auch die Männer, die mit ihm gekreuzigt worden waren, beschimpften ihn.

33 Um zwölf Uhr mittags brach über das ganze Land eine Finsternis herein, die bis drei Uhr nachmittags andauerte.
34 Um drei Uhr schrie Jesus laut: »Eloi, Eloi, lema sabachtani?« (Das bedeutet: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«) 35 Einige der Umstehenden sagten, als sie das hörten: »Seht doch, er ruft Elia!«

Der Abendmahlstisch wird abgeräumt

36 Einer holte schnell einen Schwamm, tauchte ihn in Weinessig, steckte ihn auf einen Stab und hielt ihn Jesus zum Trinken hin. »Wartet«, rief er, »wir wollen sehen, ob Elia kommt, um ihn herabzuholen!«

37 Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus; dann starb er.

38 Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei.

39 Als der Hauptmann, der beim Kreuz stand, Jesus so sterben sah, sagte er: »Dieser Mann war wirklich Gottes Sohn.«

40 Es waren auch Frauen da, die von weitem zusahen. Unter ihnen befanden sich Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Jüngeren und von Joses, sowie Salome - 41 Frauen, die Jesus schon gefolgt waren und ihm gedient hatten, als er noch in Galiläa war. Auch viele andere Frauen waren da, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.

Jesus, remember me when you come in-to your kingdom.
Jesus, remember me when you come in-to your kingdom.

Sündenbekenntnis

Heiliger Gott,
eigentlich merken wir es
und es ist uns bewusst,
dass wir nicht so sind,
wie wir sein könnten;
nicht so, Gott,
wie du uns erschaffen hast.

Wir bleiben unter unseren Möglichkeiten
in dieser Welt deiner Liebe und deiner Gnade,
in dieser Welt, deines Friedens und deiner Gerechtigkeit.
Heiliger Gott, wir sind nicht die,
die wir sein sollten:
Wir sind nicht dein Ebenbild.

Wir passen uns an
dem Schlechten und Durchschnittlichem.
Wir verweigern dieser Welt das Zeugnis,
dass wir als die Ersten in deiner Schöpfung,
von aller Angst befreit sind:
die ersten ohne Angst vor dem Tod,
ohne Angst vor Mächtigen oder Autoritäten.

Es tut uns von Herzen leid, Gott!

In der Stille sagen wir dir, Gott,
wo wir nicht die waren,
die wir in deinem Angesicht sein sollten.

-

Gott, es tut uns von Herzen leid!
Herr, erbarme dich unser.

178.9 Kyrie eleison, Kyrie eleison, Kyrie eleison

Vergebung der Sünden

Ich frage euch:

Bekennst du deine Sünden, so wie du sie im Gebet bekannt hast
und bist du die Sünden, in die du verstrickt bist, von Herzen leid
und möchtest du aus diesen Verstrickungen befreit werden
und bittest den Herrn, unseren Gott, dich frei zu sprechen,
damit du wieder aufrecht im Angesicht des Herrn leben kannst?
So antworte:

Ich bekenne meine Sünden
und bitte den Herrn mir zu vergeben
und mich von allen meinen Sünden
zu reinigen und frei zu sprechen!

Im Namen unseres Herrn Jesus Christus
spreche ich dich frei von deinen Sünden!
Du bist wiederhergestellt als Kind Gottes,
du bist geheilt von den Zerstörungen und Verletzungen durch die Sünde
und du bist bereit und fähig im Angesicht Gottes zu leben!

Der Herr hat mich geheilt,
er macht mich zu seinem Kind und Erben.
In seiner Liebe und Gnade will ich mich
in den Herausforderungen meines Lebens bewähren.
Lob und Preis sei Gott, unserem Herren!

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich.

So sollen sagen,
die erlöst sind durch den Herrn,
die er aus der Not erlöst hat. 
Psalm 107.1-2

Amen

Andacht                         Monika Ruge

85       „Nun, was du, Herr, erduldet“

4. Nun, was du, Herr, erduldet,
ist alles meine Last;
ich hab es selbst verschuldet,
was du getragen hast.
Schau her, hier steh ich Armer,
der Zorn verdienet hat.
Gib mir, o mein Erbarmer,
den Anblick deiner Gnad.

5. Erkenne mich, mein Hüter,
mein Hirte, nimm mich an.
Von dir, Quell aller Güter,
ist mir viel Guts getan;
dein Mund hat mich gelabet
mit Milch und süßer Kost,
dein Geist hat mich begabet
mit mancher Himmelslust.

6. Ich will hier bei dir stehen,
verachte mich doch nicht;
von dir will ich nicht gehen,
wenn dir dein Herze bricht;
wenn dein Haupt wird erblassen
im letzten Todesstoß,
alsdann will ich dich fassen
in meinen Arm und Schoß.

Fürbitte – Vater Unser

Segen

Nachspiel

 
Kirchen