Psalm und Liedtexte sind in das Video eingeblendet.

Alle Texte der Passionsandachten finden Sie hier; wenn Sie nach der ersten Liedstrophe auf "weiterlesen" klicken oder zum herunterladen hier: Passionsandacht Montag.

Vorspiel

 81.1   Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen

1. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen,
dass man ein solch scharf Urteil hat gesprochen?
Was ist die Schuld, in was für Missetaten
bist du geraten?

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

           „Amen!“

„Unser Anfang und unsere Hilfe steht im Namen des Herrn“

           „der Himmel und Erde gemacht hat!“

„Der Herr sei mit euch!“

           „Und mit deinem Geist!“

Psalm 6

Ach, Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn
und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

Herr, sei mir gnädig, denn ich bin schwach;
heile mich, Herr, denn meine Gebeine sind erschrocken
und meine Seele ist sehr erschrocken.

Ach du, Herr, wie lange!
Wende dich, Herr, und errette meine Seele,
hilf mir um deiner Güte willen!

Denn im Tode gedenkt man deiner nicht;
wer wird dir bei den Toten danken?

Ich bin so müde vom Seufzen;
ich schwemme mein Bett die ganze Nacht
und netze mit meinen Tränen mein Lager.

Mein Auge ist trüb geworden vor Gram
und matt, weil meiner Bedränger so viele sind.

Weichet von mir, alle Übeltäter;
denn der Herr hört mein Weinen.

Der Herr hört mein Flehen;
mein Gebet nimmt der Herr an.

Es müssen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken;
sie müssen weichen und zuschanden werden plötzlich.

„Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."

Gebet

Du Heiliger,
alle meine Feinde müssen zuschanden werden!
Wie gerne hören wir diesen Satz!
Auf dass alle diese kleinen Viren zuschanden werden,
anstatt dass sie unseren Körper zerstören.
Höre unser Gebet, du heiliger Gott!
Wir erinnern dich:
„Im Tode gedenkt man deiner nicht!“
Deshalb rette uns zum Leben.
Erfrische uns mit deinem Wort der Hoffnung,
bringe uns zum Jauchzen mit deiner Freude.
Höre uns – und wir werden dir lauschen!

Amen

178.9 Kyrie eleison, Kyrie eleison, Kyrie eleison

Genesis 3.1-8

1 Die Schlange aber war listiger als alle Tiere des Feldes, die der HERR, Gott, gemacht hatte, und sie sprach zur Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?

2 Und die Frau sprach zur Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen. 3 Nur von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: Ihr dürft nicht davon essen, und ihr dürft sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.

4 Da sprach die Schlange zur Frau: Mitnichten werdet ihr sterben. 5 Sondern Gott weiss, dass euch die Augen aufgehen werden und dass ihr wie Gott sein und Gut und Böse erkennen werdet, sobald ihr davon esst.

6 Da sah die Frau, dass es gut wäre, von dem Baum zu essen, und dass er eine Lust für die Augen war und dass der Baum begehrenswert war, weil er wissend machte, und sie nahm von seiner Frucht und ass. Und sie gab auch ihrem Mann, der mit ihr war, und er ass.

7 Da gingen den beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie flochten Feigenblätter und machten sich Schurze. 8 Und sie hörten die Schritte des HERRN, Gottes, wie er beim Abendwind im Garten wandelte. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem HERRN, Gott, unter den Bäumen des Gartens.

181.6 Laudate omnes gentes, laudate dominum.

Markus 14.1-9

141 Es waren nur noch zwei Tage bis zum Fest des Passa und der ungesäuerten Brote.

Die führenden Priester und die Schriftgelehrten überlegten, zu welcher List sie greifen könnten, um Jesus festzunehmen und dann umzubringen.
2 »Auf keinen Fall darf es während des Festes geschehen«, sagten sie, »sonst gibt es einen Aufruhr im Volk.«

3 Jesus war in Betanien bei Simon dem Aussätzigen zu Gast. Während der Mahlzeit kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll echtem, kostbarem Nardenöl. Sie zerbrach das Gefäß und goss Jesus das Öl über den Kopf.

4 Einige der Anwesenden waren empört. »Was soll das, dieses Öl so zu verschwenden?«, sagten sie zueinander. 5 »Man hätte es für mehr als dreihundert Denare* verkaufen und das Geld den Armen geben können!« Und sie machten der Frau heftige Vorwürfe.

6 Aber Jesus sagte: »Lasst sie! Warum macht ihr es der Frau so schwer? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7 Arme wird es immer bei euch geben, und ihr könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt. Mich aber habt ihr nicht mehr lange bei euch. 8 Sie hat getan, was sie konnte: Sie hat meinen Körper im Voraus für mein Begräbnis gesalbt. 9 Ich sage euch: Überall in der Welt, wo man das Evangelium verkünden wird, wird man sich auch an sie erinnern und von dem reden, was sie getan hat.«

*Ein Denar ist ein Tageslohn, 300 Denare sind also ein Jahreslohn; im Jahr 2018 in Deutschland waren das 35.189 €

Laudate omnes gentes

Markus 14.10-11

10 Danach ging Judas Iskariot, einer der Zwölf, zu den führenden Priestern und bot ihnen an, dafür zu sorgen, dass sie Jesus in ihre Gewalt bringen konnten. 11 Die führenden Priester waren erfreut, als sie das hörten, und versprachen Judas dafür Geld. Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, Jesus an sie zu verraten.

Laudate omnes gentes

Andacht

„Es waren nur noch zwei Tage bis zum Fest des Passa und der ungesäuerten Brote.“

Noch zwei Tage bis zum Passa-Fest. Zu diesem Datum, da ist die Geschichte wirklich merkwürdig.

Abschiednehmen – ja. Aber Abschiednehmen von Jesus, der noch lebt?
„Sie hat meinen Körper im Voraus für mein Begräbnis gesalbt.“

Dem Schmerz der Trennung, des Verlustes Raum geben. Obwohl man noch lebt, mit der Aussicht auf den eigenen Tod leben können – „abschiedlich“ leben.

Im Blick auf Jesus:
Wenn man nicht Abschied von dem Jesus aus Nazareth nehmen kann,
wie soll man den aus den Toten Auferweckten Jesus, den Christus, begrüßen können?

Jesu Worte, seine Taten sind wichtig. –
Ohne das, was Jesus in Israel mit und für die Menschen getan hat, gäbe es keine Botschaft, keine gute Botschaft – auf Griechisch „Evangelium“ – von ihm.

Die Tränen der namenlosen Frau,
sind auch die Tränen derer,
die nie mit Jesus zusammen in einem Raum, auf dem Feld oder auf dem Weg waren. –
Wie gerne hätten wir mit Jesus zusammengesessen. Wie gerne hätten wir ihn gefragt, mit ihm diskutiert. Wie gerne hätten wir ihn verstanden, so wie nur die Jünger und Jüngerinnen ihn verstehen konnten
– und diese Frau.
In der Tat wird überall auf der Welt an sie erinnert und wird darüber geredet, was sie getan hat.

81.3

3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen?
Ach, meine Sünden haben dich geschlagen;
ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet,
was du erduldet.

Fürbitte – Vater Unser

Barmherziger Gott,
wir schauen auf das Kreuz Deines Sohnes.
Hilf uns, dass wir darauf bauen,
dass Du Böses in Gutes umkehren,
dass Du Kranke genesen lassen kannst und
Du Tote zum Leben bringst.

!Barmherziger Gott, wende dich nicht von uns ab!

Wir bitten Dich für uns alle,
die vom Corona-Virus betroffen sind.
Wir bitten dich für die Menschen in den Ländern,
die so viel mehr Probleme mit dem Virus haben als wir:
Die Menschen in Italien, Spanien, in den afrikanischen Ländern.
Gott, hilf und tröste,
wo Menschen nicht mehr helfen können
und keine Worte des Trostes mehr finden.

!Barmherziger Gott, wende dich nicht von uns ab!

Wir bitten dich für die,
die sich nach einem normalen Leben sehnen.
Zeig uns Wege, durchzuhalten und Dir treu zu bleiben.
Lass diese Krise für uns zur Gelegenheit werde,
unser Leben in deine Hand zu legen.

Alles, was uns noch wichtig ist, sagen wir dir in der Stille.

Vater Unser im Himmel …

Segen

Nachspiel

 

 

 

 

 

Kirchen